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Wissenschaft und Praxis diskutieren über alternatives Wirtschaften

von Hannes Gerlof
Themen Bildung Wirtschaft
10 März 2016

24 Menschen, die sich mit Forschung und alternativen Ökonomiemodellen beschäftigten, trafen sich am 22. Februar 2016 im Bildungswerk der Heinrich Böll Stiftung in Berlin. Sie diskutierten, welche Aufgabe die Wissenschaft im Prozess der gesellschaftlichen Transformation hin zu einer gerechteren, solidarischen und insbesondere lebenswerteren Welt für alle Menschen spielen kann. WuPSSE steht dabei für „Wissenschaft und Praxis Social Solidarity Economy“.

Welchen Praxisbedarf gibt es?
Aus dem universitären Bereich war die Brandenburgische Technische Universität, die Alice-Salomon-Hochschule, die Humboldt-Universität und die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde vertreten. Neben Lehrenden und Lernenden dieser Bildungsinstitutionen nahmen weitere Menschen aus der Praxis teil. Dieser Input wie auch die Beiträge von Wirtschaftswandel Workcamp, der Wandelwoche, imwandel.net, der solidarischen Landwirtschaft und dem Forum für solidarische Ökonomie zeigten, wie die eigenen Forschungsprojekte aussehen und wo Praxisbedarf besteht.
Vernetzung von Forschung und Praxis
Nach dieser Inputphase fanden sich die Teilnehmer in Arbeitsgruppen zusammen. Die AG-Börse befasste sich mit der Vernetzung von Praxisbedarfen und Forschungseinrichtungen. Es gibt bereits viel Potenzial an Hochschulen, wissenschaftliche Hilfe bei der Lösung von praktischen Problemen des Anders-Wirtschaftens zu bieten. Auf der anderen Seite fehlen in der Praxis oft die personellen und zeitlichen Kapazitäten, um außerhalb des Tagesgeschäftes an kreativen Lösungen zu arbeiten.
Online- und Offline-Börse
Menschen tendieren dazu, von einer Krisenbewältigung zur nächsten zu springen, statt an nachhaltigen und kreativen Lösungen zu arbeiten, die vielleicht sogar Modellcharakter für andere Projekte haben könnten. So entstand die Idee einer Online- und Offline-Börse für alternativ wirtschaftende Betriebe und Projekte, die wissenschaftlichen Unterstützungsbedarf haben. Gleichzeitig dient die Börse Studierenden, denen der Praxisbezug für ihre Arbeiten fehlt.
Potenzial einer Region darstellen
Die AG-Kartierung suchte nach Anschlussmöglichkeiten für Kartierungsprojekte an Forschungsprojekte. Beispielhaft am Projekt imwandel.net besprochen, ging es in dieser Gruppe um die Chancen einer bereits bestehenden Karte. Wie kann man mithilfe von imwandel.net wissenschaftliche Daten generieren, die zur besseren Darstellung des bereits vorhandenen Potentials einer Region dienen? Wie kann man die Beziehung der einzelnen Projekt untereinander fördern?
Bedürfnisse und Angebote der Projekte aufzeigen
Ein Ergebnis ist, dass imwandel.net stärker auch die Ströme, also Beziehungen zwischen den Projekten darstellen will. Dies wäre in der Folge eng verknüpft mit der Abfrage von Bedürfnissen und Angeboten und könnte gut in den bereits bestehenden Workflow der Kartierung einfließen. So wäre es zum Beispiel denkbar, einen Fragebogen mit in die Projekte zu bringen, der wissenschaftlich ausgewertet als Grundlage für ein Bedarfsanalyse der SÖ dienen könnte.
Follow-up der Ideen auf dem Wirtschaftswandel Workcamp
Auf dem Wirtschaftswandel Workcamp werden die AGs weiter an ihren Ideen arbeiten und diese, so der Wunsch der OrganisatorInnen, in konkrete Projekte gießen.
Abschließend ist zu sagen, dass die Verzahnung von Wissenschaft und Praxis in Bezug auf alternative Ökonomien, noch einen weiten Weg vor sich hat, aber bereits gute Ansätze bestehen. Das betrifft sowohl die Forschungsinstitute als auch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung.
Neue Forschungscluster wie zum Beispiel das Thema Smart Regions, welches an der Brandenburgischen Technischen Universität in Planung ist, zeigen, wie die Wissenschaft alternatives Wirtschaften fernab des Mainstreams unterstützen kann.
Auf los, geht's los.

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