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Essbare Stadt Berlin - Visionen für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem

von Victoria Scherff
Themen Lebensmittel und Ernährung Bildung Landwirtschaft Gemeinschaftsgärten Transition Town
11 November 2016

Ein faires, nachhaltiges und zukunftsfähiges Ernährungssystem für die Stadt Berlin: Die Transition Town Pankow entwickelt in einem kollaborativen Format ein Strategiepapier und zählt dabei auf die Unterstützung von vielen Interessierten und Engagierten.

Von der Lebensmittelproduktion über die Verteilung, die Nährstoffrückgewinnung und die nötige Bildung und Information - die Nahrungsmittelerzeugung in Berlin soll mit einem neuen Ernährungssystem künftig regional und im Sinne der Kreislaufwirtschaft ablaufen. Für die Umsetzung lädt die Transition Town Pankow in einem kollaborativen Format für ein Strategiepapier interessierte Initiativen, Organisationen und engagierte Personen ein, eine gemeinsame strategische Vision für die kommenden 15 Jahre zu entwerfen.

Ernährung als zentrales politisches Thema

Damit greift die Transition Town Pankow das Engagement des Ernährungsrates auf, der sich im April diesen Jahres gegründet hat. Der Ernährungsrat Berlin ist ein Bürgerbündnis, das eine zukunftsfähige Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik in der Region etablieren möchte. Dazu gehört die Förderung einer ökologisch nachhaltigen und bäuerlichen Landwirtschaft in und um Berlin sowie die Ergreifung von Maßnahmen gegen Massentierhaltung und Landgrabbing.

Der Ernährungsrat fordert daher klar von der Berliner Politik: Die regionalen und ökologischen Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern und Ernährung als zentrales Thema in die Lokalpolitik zu integrieren, um Räume für Alternativen im Berliner Ernährungssystem zu schaffen.

Berlin im Jahr 2031: alle sollen mitdenken

Das Online-Dokument der Transition Town Pankow umfasst bereits viele interessante Aspekte und Visionen. So soll Berlin in knapp 15 Jahren den „Wandel von der Abhängigkeit zur Selbstversorgung und Ernährungssouveränität geschafft haben“. Nahrungsanbau inmitten der Stadt soll zu einem festen Bestandteil des Berliner Stadtlebens geworden sein: „Alle Landschaftsgestaltung in der Stadt enthält essbare Pflanzen, Obstbäume säumen die Straßen, alle Parks und Grünflächen sind zu Waldgärten und Gemeinschaftsgärten umgewandelt worden (…) und in jedem Hof und Privatgarten gibt es einen Gemüsegarten.“

Die Transition Town Pankow lädt Interessierte ein, in der Zeit vom 7. bis 25. November online am Strategiepapier mitzuschreiben. „Das Ganze ist ein Experiment mit der Open Source Methode und Online-Werkzeugen“, schreibt die Transition Town Pankow und wird die Ergebnisse im Ernährungsrat Berlin und in die dort laufende Diskussion einbringen.

Das Projekt ist Teil des Disruptive Innovation Festivals, das im November unter anderem zum Thema „Regenerative Cities“ stattfindet. Am 26. November um 18h findet im Baumhaus in Berlin-Wedding ein Treffen für alle Interessierten teil. Bei freiem Eintritt und gespendetem Essen wird über die nächsten Schritte und Synergien diskutiert. Kommt vorbei!

Titelbild: "Urban Garden" von © Seattle Parks, CC by 2.0

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